KGN Briefkopf

Schulkonzept

Stand August 2008

Die Ausgangssituation

Das Kreisgymnasium Neuenburg (KGN) wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwei bis dreizügig mit den Klassen 5 – 13 geführt (530 Schüler). Die Schülerinnen und Schüler konnten im bisherigen G9 zwischen Englisch und Französisch als 1. Fremdsprache wählen. Mit Beginn des Schuljahres 2004/2005 wurde Französisch als 1. Fremdsprache weitergeführt und Englisch als 2. Fremdsprache neu aufgenommen. Die Schüler wurden bis zur Fertigstellung des neuen Schulgebäudes in den Räumen der Zähringer Schulen Neuenburg am Rhein unterrichtet. Seit dem 2.5.2005 findet der Unterricht im Neubau des Kreisgymnasiums statt. Aus dieser Aufbausituation ergab sich für die Schulleitung die Chance und die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrerkollegen und Schülern ein pädagogisches Konzept zu erarbeiten und zu formulieren, in dem sich die Wertvorstellungen der am Erziehungsgeschehen beteiligten Personen wieder finden. Unverzichtbare Vorgaben für die Erarbeitung und Umsetzung des Schulkonzeptes sind die Bildungspläne.

Wir möchten uns überdies jenen Angeboten in Neuenburg öffnen, die im Sinne dieser Wertvorstellungen wahrgenommen werden können, so dass das Gymnasium nicht ein Eigenleben in der Stadt Neuenburg führt, sondern sich mit seinem kulturellen Angebot als integrierte Kulturinstanz versteht und erlebt, Anregungen aufnimmt und selbst in wachsendem Maße anregend auf das Kulturleben der Stadt wirkt.

Der Organisatorische Rahmen

Das Kreisgymnasium Neuenburg war eine der wenigen Schulen in der Raumschaft, die Mittel aus dem Investitionsprogramm des Bundes IZBB erhalten haben zum Ausbau als Ganztagesschule. Unsere Gremien wählten die so genannte Offene Form der Ganztagsschule. Dies bedeutet, dass ein Teil der Schüler nach der Ganztagesschule im Sinne des Bundes an mindestens drei Wochentagen sieben Zeitstunden im Schulgebäude oder an anderen Orten, wie z.B. Sporthalle, Stadt, Gelände für Exkursionen unter Aufsicht und in der pädagogischen Verantwortung der Schule, verbringt. Das Angebot ist freiwillig und trotz des großen Engagements ehrenamtlicher Helfer nicht durchgängig. Nach der Ganztagesschule im Sinne des Landes gelten diese Rahmenbedingungen für mindestens 4 Wochentage, finanzielle und personelle Unterstützung erleichtern hier die Umsetzung des Konzeptes. Nach Beratung und Genehmigung in den schulischen Gremien hat das KGN einen Antrag für die Aufnahme in das Landesprogramm gestellt.

Bereits im Schuljahr 2003/2004 konnten die Fahrschüler ein warmes Mittagessen in der Schule einnehmen. In der neuen Cafeteria gibt es an allen Schultagen eine Auswahl an Pausen- und Mittagsverpflegung. Die Aufsicht wird gegenwärtig vom Kollegium übernommen, allerdings ohne dass es für Schulleitung oder Kollegium eine entsprechende Entlastung gibt. Unterricht und außerunterrichtliche Angebote finden ebenfalls an allen Schultagen statt. Eine verlässliche Krankheitsvertretung gibt es nicht. Im Bereich der Arbeitsgemeinschaften bieten neben den Lehrkräften auch Schülermentoren oder Kooperationspartner Angebote an. Im Rahmen des Jugendbegleiterprogramms des Landes wird eine Schularten übergreifende Zusammenarbeit aufgebaut. Eine schön gestaltete Schule, ein Schulhof mit vielfältigen Bereichen der Ruhe und Bewegung sowie die Einführung von Ritualen, sind weitere Voraussetzungen für die Umsetzung des Pädagogischen Konzeptes. Im Zuge der Umstellung des Gymnasiums von G9 auf G8 werden wir schrittweise die Ganztagsangebote weiter ausbauen und neue Formen der Rhythmisierung erproben. Gegenwärtig finden am Vormittag in der Regel maximal 6 Unterrichtsstunden statt mit zwei großen Pausen von 10 bzw. 20 Minuten. Die Mittagspause beträgt 60 Minuten. Am Nachmittag finden zwischen 2 und 4 Stunden Unterricht oder Arbeitsgemeinschaften statt. Teilweise werden Klassen nach dem so genannten 5+3 Modell unterrichtet, d.h. 5 Stunden am Vormittag und 3 Stunden nach der Mittagspause.

Mit Eltern und Kooperationspartnern* werden regelmäßig Gespräche geführt (Jour fixe, Runder Tisch Sozialverhalten der Stadt Neuenburg am Rhein) oder gemeinsame Sitzungen (z.B. Workshops) zusätzlich zu den üblichen Gremiensitzungen durchgeführt.

Für die Lehrer sollen gemeinsame Aktivitäten wie Sport, Ausflüge oder Feste eine persönliche Basis schaffen für Teambildung und Zusammenarbeit. Hospitationen und gegenseitige Hilfe sowie eine Materialienbörse sollen die Arbeitsbelastung reduzieren helfen. Eine Evaluation von Unterricht und Lehrerverhalten durch die Schüler kann bei sinnvoller Durchführung und Auswertung langfristig die Unterrichtskultur und -qualität verbessern. Klassenkonferenzen und regelmäßige Kurzkonferenzen zielen darauf, die pädagogische Arbeit zu optimieren.

Zur Zeit werden Teilbereiche evaluiert wie BOGY (Beruforientierung am Gymnasium) oder Schulprojekte. Im Schuljahr 2006/7 wurde eine umfangreiche Datenerhebung und Evaluation zu Schule und Unterricht durch die SMV vorgenommen. Am KGN wird im Jahr 2009 eine Fremdevaluation durch das Landesinstitut für Schulentwicklung durchgeführt. Eine gemeinsam entworfene Schulordnung mit klaren Regeln soll die Umsetzung der Ziele im Bereich Soziale Kompetenzen begleiten.

Das Pädagogische Konzept

Wir möchten für die Formulierung der Grundlinien des pädagogischen Konzepts die Begriffe „Ich-Stärkung“ und „Kooperation“ verwenden.

Ausgehend von der Einsicht, dass Lehrerinnen und Lehrer die von den Eltern geleistete Erziehungsarbeit durch unterrichtliches und außerunterrichtliches Engagement nur komplementär leisten können, nehmen wir an, dass beide Seiten das hinter den Begriffen sich verbergende Persönlichkeitsbild bejahen. Zur Klärung: Der ich-starke junge Mensch, wie wir ihn verstehen, ist fähig zur Wahrnehmung des Mitmenschen mit seinen Bedürfnissen, zu hörender und fragender Kooperation, zu rücksichtsvoller, konstruktiver und phantasievoller Zusammenarbeit mit anderen. Das ich-schwache Kind sucht die Kooperation in der Gruppe teils als Schutzraum, teils als Zuschauer, möglicherweise wird es aber auch nach einer gewissen Zeit und auf unterschiedlicher Weise mithilfe des ich-starken Kindes in die Gruppe integriert. Am Ende kann ein Kooperationsverhalten stehen, das das ich-starke Kind kennzeichnet.

Die beiden gewählten Begriffe umschreiben also Persönlichkeitswege und Persönlichkeitsziele, die inhaltlich wie auch methodisch auf unterschiedliche Weise angegangen werden können. Wir streben an, mit unserem Konzept die Mitte zwischen Selbstentfaltung und Disziplin zu finden und dabei die Identifikation mit der Schule zu fördern. Schule und Bildung sollen als Kapital für die Zukunft gesehen werden.

Wichtige Leitgedanken für alle an der Umsetzung beteiligten Menschen sind Kooperation und Transparenz.

In diese übergeordnete Konzeption ordnen sich die drei Eckpfeiler des Schulkonzeptes ein, die eine Umsetzung in die Praxis ermöglichen sollen:

Kommunikation, Sport und Verantwortliches Handeln.

Zum Bereich der Kommunikation gehören eine regelmäßige und zielgerichtete Fortbildung von Schulleitung und Kollegium im Bereich Kommunikation. Projekte wie das Schulprojekt TripleG ‚Gemeinsam gegen Gewalt‘, das in Kooperation mit dem Jugendbüro der Stadt Neuenburg durchgeführt wird, dienen der Prävention von Gewalt und dem Erkennen von möglichen Konfliktsituationen. Dass Schüler in diese Art von Friedensarbeit eingebunden werden, gehört mit zu den Elementen eines solchen Projektes.

Austauschprogramme mit unserem Nachbarland Frankreich und Sprachreisen nach Großbritannien fördern nicht nur die Verständigung in den Fremdsprachen sondern auch das im Sinne der Globalisierung nötige Verständnis für andere Kulturen.

Soziale und interkulturelle Kompetenzen können im Engagement für die beiden Hilfsprojekte der Schule in Burundi und Bolivien erworben werden.

Auch der Bereich Sport will unter dem Aspekt der Ich-Stärkung verstanden sein. Vor dem Gedanken des Leistungssports steht die Hinführung zur Freude an Bewegung, zum Beispiel im Rahmen des Pausensports, das Kennenlernen von so genannten life time Sportarten, die Organisation und Durchführung von Turnieren oder Wettkämpfen. Im Rahmen einer Kooperation mit örtlichen Sportvereinen werden Kommunikation und Sport miteinander verknüpft.

Verantwortliches Handeln sollen die Schüler durch die frühe Einbeziehung in den organisatorischen Ablauf des schulischen Lebens lernen. Dies beginnt bei der Verantwortung für das Klassenzimmer und den Pausendienst, wird gefördert durch die Teilnahme an der Ausbildung zu Schülermentoren in den unterschiedlichsten Bereichen und führt hin zu einer Eigenverantwortung des Schülers bei Berufswahl und Lebensführung.

Angebote und Möglichkeiten und ihre Relevanz für das pädagogische Konzept

Für die Förderung der persönlichen Kompetenz der Schüler haben wir stufenbezogene Projekte vorgesehen, die die Bereiche Bewegung, Kreativität, Selbstentfaltung, Ausdauer und ganzheitliches Lernen fördern. Im Bereich Sport und Bewegung wurde bei den Rahmenbedingungen bereits auf die Gestaltung von Schulgebäude und Schulhof aufmerksam gemacht. Das Projekt Zirkus mit einer Aufführung am Ende des Schuljahres verbindet die Fächer Sport, Kunst, Deutsch und Musik mit Kompetenzen im sozialen und methodischen Bereich. Ein Skiprojekt für die Klassenstufe 8 soll dazu beitragen, die Bereiche Ausdauer, Kooperation bei gegenseitiger Hilfe und persönlicher Erfahrung zu fördern. Das Projekt wurde nach einer Pilotphase evaluiert und im Schulcurriculum verankert.

Für den kreativen Bereich bieten wir Theater-, Kunst- oder Musikgruppen an. Ein Werkraum zur Herstellung von Kulissen oder Werkstücken steht zur Verfügung, um das Lernen mit allen Sinnen zu ermöglichen. Die Angebote von Neuenburger Vereinen in den Bereichen Sport und Kultur sind vielfältig. In den Sportarten Tennis, Golf, Basketball und Rettungsschwimmen fanden bereits Kooperationen statt, weitere Formen der Zusammenarbeit sind in Planung. Bereits zum dritten Mal wird der Kooperationstag Schule-Sportvereine für die Klassenstufe 7 geplant.

Andere Projekte zielen auf die Bereiche Gesundheits- und Umwelterziehung.

  • Das Projekt „Mädchen, Frauen, Meine Tage“ (Erzdiözese Freiburg) wird bereits im 5. Schuljahr mit den Schülerinnen der Jahrgangsstufe 6 durchgeführt, Themen wie Pubertät bei Jungen „Männer für Männer“ (Erzdiözese Freiburg) oder Aktionstage „Gesunde Ernährung“ werden im Rahmen des Schulcurriculums erarbeitet.
  • Das Landesinstitut für Erziehung und Unterricht in Stuttgart bildete zwei Schüler des KGN zu sogenannten Umweltmentoren aus. Ihre Aufgabe ist es, die gewonnenen Kenntnisse in innerschulischen Projekten zu multiplizieren. Für diesen Prozess ist kooperative Kompetenz ebenso gefragt wie methodisches Können aufseiten der Vermittler.
  • Einrichtung und Pflege eines Schulgartens sind für die Unterstufenschüler geplant.
  • Die Themen Hecke, Streuobstwiese und Schulteich werden im Lehrplan Biologie der Klassen 6 und 10 aufgegriffen und durch außerunterrichtliche Aktivitäten am Nachmittag vertieft und ergänzt.
  • Ein Umwelttag pro Schuljahr und die Beteiligung an lokalen Aktionen runden diesen thematischen und konzeptionellen Teil ab.

Für die Förderung der sozialen Kompetenz der Schüler haben wir ebenfalls verschiedene Projekte vorgesehen, die durch außerunterrichtliche Aktionen und Angebote ergänzt werden sollen. Im Rahmen des Landeskonzeptes zum Ausbau schulischer Ganztagesangebote vom 20.02.2006 haben Planungen für eine Zusammenarbeit der kommunalen Einrichtungen der Stadt Neuenburg am Rhein sowie aller Schulen am Ort stattgefunden.

In einem kooperativen Ansatz sehen alle Beteiligten große Vorteile für die pädagogische Arbeit, für die Prävention von Sucht und Gewalt und schließlich auch eine höhere Effizienz beim Einsatz von Jugendbegleitern und ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Den Kindern, deren Eltern aus beruflichen oder anderen Gründen die Arbeit ihrer Kinder nicht begleiten können, haben wir eine Hausaufgabenhilfe angeboten. Nach einer angemessenen Phase der Einarbeitung in den organisatorischen und methodischen Ablauf sowie in die fachlichen Inhalte durch Lehrer des Kollegiums sind Schüler, wie die Erfahrungen an anderen Schulen zeigen, durchaus in der Lage, ein solches Projekt in Eigenregie (mit Hintergrundbegleitung) weiterzuführen, also Zeitpläne aufzustellen und Lerngruppen zu organisieren. Dieses Konzept kann zum Schuljahr 2008/09 durch die Qualitätsoffensive des Landes und die unterstützenden Maßnahmen weiter verfolgt werden.

Im Schulcurriculum Sozialtraining soll für die Unterstufe die Durchführung eines Schullandheimaufenthaltes mit dem thematischen Schwerpunkt Gruppenarbeit und Erlebnispädagogik vorgesehen werden. Die Verzahnung der Arbeit in der Schule mit einem solchen Aufenthalt erscheint uns pädagogisch besonders wertvoll.

Für die Mittelstufe führen wir ein Sozialpraktikum in verschiedenen öffentlichen und privaten Einrichtungen durch (SOGY). Die Öffnung von Schulleben zum Leben in der Gemeinde ist erfahrungsgemäß ebenso sinnvoll wie die Vorbereitung auf das Berufsleben.

Die Förderung der Methodenkompetenz der Schüler möchten wir mit einem Methodenkonzept erreichen, das neben der Erarbeitung eines methodischen Grundstockes in der Unterstufe eine Verankerung der einzelnen Methoden im Fachunterricht vorsieht. Die Selbstorganisation und Eigenständigkeit der Schüler soll dadurch genauso gefördert werden wie die Präsentationsmethoden, die im gesellschaftlichen und beruflichen Alltag heute üblich sind.

Im Bereich Methodenkompetenz zählt auch die Herausgabe einer Schülerzeitung. Ziel ist es, dass von den Klassen gewählten Redakteurinnen und Redakteure bei ihrer Arbeit von einem Kollegen oder einer Kollegin begleitet und beraten werden. Die Arbeit der Schüler besteht darin, Texte zu aktuellen und grundsätzlichen Themen zu schreiben, anzuregen oder zu redigieren, Sponsoren und Werbeaufträge zu beschaffen, das Layout am Computer gemeinsam fertigzustellen und den Verkauf verlustfrei zu organisieren.

Die Förderung der Medienkompetenz der Schüler soll im Rahmen des Schwerpunktes Kommunikation erreicht werden. Die Verbindung zwischen Kommunikation und sozialer Kompetenz einerseits und Methodenkompetenz und Medien andererseits spannt hier den Bogen zwischen Schulkonzept und Profilierung der Schule. Die Arbeit mit Medien ist jedoch mit einem erhöhten Aufwand an technischer Ausstattung und Zeit verbunden. Dennoch ist das Thema Videobearbeitung, Filme machen oder Erstellen von homepages bei den Schülern überaus beliebt und zeitgemäß, so dass hier ein Kompromiss gefunden werden muss zwischen dem Wünschenswerten und dem Machbaren.

Die fachliche Kompetenz der Schüler wird traditionell im Unterricht erweitert. Für besondere Schülergruppen ist eine gezielte Förderung sinnvoll und notwendig.

  • Neben der Förderung bei Lese- und Rechtschreibeschwäche bietet ein Deutschkurs vor allem Kindern, die im Elternhaus kein oder wenig Deutsch sprechen Gelegenheit, die Sprachkompetenz zu verbessern, aber auch zum kulturellen Austausch.
  • Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen möchten wir erreichen durch gezielte Information über Angebote und Wettbewerbe sowie individuelle Beratung.
  • Auch die Mitarbeit bei unseren Schulprojekten TripleG (Konfliktlösung), SEVO (Sanitätsdienst), der SMV (Schülermitverantwortung), die Arbeit als Schülermentor oder Leitung einer Arbeitsgemeinschaft spielt hier ebenfalls eine wichtige Rolle.

Was wäre eine Schule in Neuenburg am Rhein ohne den Blick über die Grenze?
Partnerschaften mit Schulen im Elsass sollen aufgebaut und gefördert werden im Sinne der bereits bestehenden Initiativen der Stadt Neuenburg am Rhein, der Zähringer Grund- und Hauptschule , der Mathias-von-Neuenburg-Realschule und der im Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg vorgesehenen Einführung von Französisch als 1. Fremdsprache. Wir haben sehr erfolgreiche Austauschprogramme etablieren können mit dem College Gambetta in Riedisheim und dem Lycee St. Joseph in Semur/Burgund.

Der Ort einer Partnerschule, der häufig durch das sprachliche Profil bestimmt wird, spielt dagegen im Rahmen eines pädagogischen Konzeptes eine unbedeutende Rolle. Bei jedem Austausch mit Schülern eines anderen Landes zeigt sich in besonderer Weise, in welchem Maße die am Leben der Schule beteiligten Personen zu einem kooperativen Miteinander in der Lage und bereit sind, wenn es um die Erstellung eines Programms und seine Durchführung, wenn es um die Unterbringung von Schülern, die Beschaffung finanzieller Mittel oder um kooperative Projekte hier oder am Ort der Partnerschule geht. Die Schüler werden zwar unterschiedlich gestimmt an solche Partnerschaften herangehen, am Ende steht jedoch meist ein Zugewinn an Sprachkompetenz und dadurch bedingt die Erkenntnis, auch diese neue und so nicht vorhersehbare Situation gemeistert zu haben.

Schlussbemerkung

Die oben aufgeführten Tätigkeitsfelder bieten unseren Schülern Handlungsmöglichkeiten für das mit den Begriffen Ich-Stärkung und Kooperation umschriebene Konzept mit den inhaltlichen Schwerpunkten Kommunikation, Sport und Verantwortliches Handeln. Unabhängig davon, in welchem der Tätigkeitsfelder sich ein Schüler engagiert, hat er die Möglichkeit, sich auf diesem Weg seiner Persönlichkeitsbildung einem Persönlichkeitsziel anzunähern, für das wir diese Begriffe gewählt haben. Die Interdependenz von Ich-Stärke und Kooperationsfähigkeit haben wir oben kurz ausgeführt . Dass die Förderung dieser interdependenten Elemente von großer Relevanz für die kleine Bühne einer Kommune wie für die große unserer Demokratie ist, das steht für den visionären Anteil unseres pädagogischen Konzepts.

Ingrid Schneider-Winter, Schulleiterin

Veröffentlicht am 28.10.2008, zuletzt geändert am  28.10.2008 • KGN » Über uns » Schwerpunkte und ZieleVerantwortlich: SWiStichwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,