GFS – Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen
Eine Kurzinformation
Jeder Schüler ab Klasse 7 macht pro Schuljahr eine GFS im Fach seiner Wahl.
Diese GFS wird zusätzlich zu den Klassenarbeiten durchgeführt und in dem gewählten Fach bei dem betreffenden Schüler wie eine weitere Klassenarbeit bewertet.
- Die GFS sollte vom Umfang und Anspruch her etwa den Anforderungen einer Klassenarbeit in diesem Fach haben.
- Die Schüler besprechen ihre GFS Wünsche mit den Fachlehrern und geben dann zu einem festgelegten Termin ihre GFS Planung an den Klassenlehrer. Dieser gibt die Klassenliste zur Koordination an Frau Dr. Fydrich weiter.
- Einige Schüler mussten mehrfach und erfolglos an den Abgabetermin für die Festlegung der GFS erinnert werden. Wir haben für diesen Fall in Absprache mit dem Regierungspräsidium Freiburg folgendes Procedere vorgeschlagen: Die Eltern des Schülers erhalten Kenntnis von einer schriftlichen Mahnung an den Schüler und letzten Fristverlängerung. Gibt der Schüler weiterhin keinen Vorschlag ab, ordnet der Klassenlehrer das Fach für die GFS zu. Bei einer Leistungsverweigerung bis zum Ende des Schuljahres wird die Note 6 für die GFS erteilt.
- Wir haben in der GLK vom 13.9.2004 vereinbart, dass am KGN pro Schuljahr jeder Kollege durchschnittlich etwa 6 GFS betreut. Der Hintergrund ist, dass bei einer völlig freien Wahl ein Kollege im Extremfall 200 GFS bewerten und betreuen müsste und alle anderen keine. Theoretisch könnte ein Schüler von Klasse 7 bis 10 seine GFS immer im gleichen Fach anfertigen. Wir waren uns darüber einig, dass dies nicht sinnvoll sein kann und wir aus diesem Grund eine ausgewogene Verteilung auf Fächer und Kollegen anstreben und dies für jeden Schüler dokumentieren möchten. Auch bei der Art der Präsentation (z.B. Vortrag, Posterpräsentation, Organisation von Turnieren, Ausstellungen, Bericht, Versuch) sollte variiert werden.
- Wir haben ebenfalls vereinbart, dass jeder Lehrer das genaue Thema, den Umfang und die Bewertungskriterien (Erwartungen) vor der GFS mit seinen Schülern bespricht, denn jedes Fach hat andere Schwerpunkte. Beispiel: Im Fach Sport werden normalerweise keine schriftlichen Klassenarbeiten angefertigt. Möchte ein Schüler seine GFS in diesem Fach machen, bespricht er mit seinem Lehrer Umfang und Durchführung der GFS und den Anteil, den die GFS an seiner Jahresnote in diesem Fach hat.
- Die Note für die GFS ist dem Schüler nach Abschluss einer Besprechung der Leistung im Sinne einer förderlichen und konstruktiven Kritik mitzuteilen.
- Während wir aus organisatorischen und auch pädagogischen Gründen auf der Einhaltung von Terminen und bekannten Regeln bestehen müssen, möchten wir mit dieser neuen Form der Leistungsmessung Erfahrungen sammeln und nicht von vorn hinein starre Kriterienkataloge zur Ausgestaltung aufstellen.
- Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die GFS Möglichkeiten für unsere Schülerinnen und Schüler bietet, ihre individuellen Interessen und ihr Können in selbstverantwortlicher Weise einzubringen.
Im Rahmen der Fach- oder Pädagogischen Konferenzen werden die Erfahrungen mit den GFS ausgetauscht. Ziel ist die bessere Information von Schülern und Eltern, eine größere Sicherheit bei Schülern und Lehrern und eine höhere Transparenz der Bewertung.
