Sauerstoff-Handball mit Erythrozyten-Jogging
Eine Sportstunde der etwas anderen Art gab es diese Woche im Sportprofil. Ziel der Stunde war es, einen nachhaltigen Eindruck davon zu bekommen, was da in unserem Körper eigentlich abgeht, wenn wir z.B. Sport machen. All diese biologischen Begriffe wie Zellatmung, ATP, Sauerstoff – wo kommt er her – wo geht er hin, was macht das Blut überhaupt – können erst einmal ganz schön verwirren.
Deshalb wurde in Eigenregie von den Schülerinnen und Schülern alles – und das sehr kreativ – nachgestellt bzw. nachgebaut; sämtliche Geräte der Sporthalle konnten benutzt werden: Das Herz wurde aus Kästen gebaut, die Tafeln waren die Segelklappen, der Spiegel wurde für die Taschenklappen benutzt, Bänke stellten die Bronchien dar, die zur Lunge führten, das waren zwei Weichbodenmatten.
Nach dieser Arbeit verwandelten sich dann alle in rote Blutkörperchen und transportierten Sauerstoffmoleküle alias Handbälle durch den gesamten Körper: zum Gehirn entlang roter Teppichfliesen-Arterien und von den Fußspitzen auf blauen Teppichfliesen-Venen zurück ins Herz.
Der Sauerstoff wurde in den Zellen (normale blaue Matten) abgeladen, dort findet dann die Zellatmung statt, d.h. mit dem Sauerstoff und dem Traubenzucker, der ebenfalls über das Blut in die Zellen gelangt, wird in den Mitochondrien ATP gebildet, das Energie-Taxi unseres Körpers: symbolisch dargestellt durch eine Energieentladung in Form eines Sprunges in die Höhe! Denn für genau so einen Sprung braucht die Muskulatur eine ordentliche Portion ATP.
Tja, und dann so ganz ohne Sauerstoff geht’s schnell wieder zurück ins Herz, um von diesem mit Schwung Richtung Lunge befördert zu werden, denn dort warten schon jede Menge neue Handbälle auf weitere Erythrozyten. Kein Wunder, dass die roten Blutkörperchen nach ca. 3 Monaten Arbeit verschlissen sind.
Die Doppelstunde war für die Schülerinnen und Schüler dieses Mal körperlich nicht sonderlich anstrengend, jedoch wurde mental sehr viel gearbeitet und „die Theorie“ sehr anschaulich und praktisch vermittelt – in der Hoffnung, dass sie nachhaltig wirkt.



